
Es gab einen Aufruf zu einer Blogparade von Birgit Lorz von Frauen im Business, mit der Frage „Warum und wann ich mit dem Bloggen angefangen habe“. Als ich die Frage dieser Blogparade, an der ich hiermit gerade teilnehme, gelesen habe, musste ich ein bisschen schmunzeln. Denn normalerweise schreibe ich über Trauer, Abschiede und Lebensübergänge – und plötzlich sollte ich auf meinen eigenen Weg als „Bloggerin“ schauen. Aber im zuge dessen ist mir auch klar geworden, dass mein Blog inzwischen selbst ein Stück meiner Geschichte geworden ist, denn wenn mir vor ein paar Jahren jemand erzählen hätte, dass ich einmal regelmäßig über Trauer, Abschiede, Lebenskrisen und Lebensnarben schreiben würde – ich hätte ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt.
Auch wenn diese Themen damals durchaus schon Teil meines Lebens gewesen sind, hätte ich nicht gedacht, dass ich mich traue, meine Gedanken und meine Meinung dazu einmal so öffentlich zu machen.
Heute finde ich die Vorstellung, damit Menschen, die vielleicht gerade niemanden zum Reden haben, zu erreichen, so dass sie sich vielleicht ein bißchen weniger unverstanden und allein fühlen, sehr schön.
Also, wenn Dir gefällt was Du hier liest: Es gibt auch einen Newsletter, meine „Pflasterpost“, von mir, die alle zwei Wochen mit Gedanken, Tipps und Angeboten zu diesen Themen in Deinem Postfach landen kann, ohne dass Du weiter etwas dafür tun musst – ausser Dich jetzt hier dafür anzumelden.
Die Inhalte von diesem Blog
- Wann hast Du Deinen Blog gestartet
- Hatttest Du von Anfang an ein klares Ziel für Deinen Blog?
- Haben sich Deine Blogthemen im Lauf der Zeit verändert?
- Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein erster Artikel online ging?
- Welche Herausforderungen gab es in der Anfangszeit?
- Gab es Momente, in denen Du ans Aufhören gedacht hast?
- Was hat Dich motiviert dran zu bleiben?
- Was hat Dir das Bloggen bisher gebracht – persönlich und beruflich?
- Würdest Du Deinen Blog heute wieder starten?
- Welchen Rat würdest Du jemanden geben, der gerade mit dem Bloggen begeinnen möchte?
- Was macht Dir heute am Bloggen am meisten Freude?
Wann hast Du Deinen Blog gestartet?
Verglichen mit vielen anderen Bloggerinnen und Bloggern, die an dieser Blogparade teilnehmen, ist mein Blog wahrscheinlich noch recht jung.
Er entstand aus dem Wunsch heraus, meiner Arbeit mit Lebensnarben auch schriftlich einen Raum zu geben – und Lebensnarben gibt es jetzt erst seit knapp einem Jahr. Und dass ich das überhaupt umgesetzt bekommen habe, vor allem in Hinblick auf die ganze damit verbundene Technik verdanke ich der lieben Bea von Onlinemagie – und den guten Nerven meiner besseren Hälfte.
Inzwischen bin ich immer mehr dabei meinen Blog zu einem Ort zu machen, an dem meine Gedanken nicht auf die Länge eines Social-Media-Posts begrenzt sind und an dem Themen Tiefe bekommen dürfen. Sozusagen ein Ort für die Geschichten hinter den Geschichten.
Hattest Du von Anfang an ein klares Ziel für Deinen Blog?
Ja und nein. Ich hatte und habe immer noch kein ausgefeiltes Marketingkonzept, keinen Funnel und keine ausgeklügelte SEO-Strategie.
Was ich hatte, war ein Anliegen.
Ich wollte über Dinge schreiben, über die Menschen oft nicht gerne oder auch gar nicht sprechen. Über Trauer, über Abschiede, über Trennungen, über unerfüllte Lebenspläne und über die Narben, die das Leben hinterlässt und vor allem wollte ich zeigen, dass wir alle mit diesen Erfahrungen und mit dieser Trauer, die wir im Leben über Verluste empfinden können, auch wenn niemand gestorben ist, nicht alleine sind.
Wenn Menschen nach dem Lesen eines Artikels von mir vielleicht das Gefühl haben „Ach, so geht es anderen auch,“ dann hat mein Blog bereits seinen Zweck erfüllt.
Haben sich Deine Blogthemen im Laufe der Zeit verändert?
Nicht wirklich, denn die Themen sind geblieben – aber meine Perspektive hat sich teilweise verändert. Früher dachte ich, ich würde hauptsächlich über Trauer schreiben. Heute merke ich aber, dass ich oft über das Menschsein ganz allgemein schreibe.
Trauer ist nur eine von vielen Ausdrucksformen davon. Mittlerweile beschäftigen mich genauso Fragen wie:
- Was macht Übergänge so schwer?
- Warum halten wir Abschiede so schlecht aus?
- Weshalb fühlen sich manche Verluste gesellschaftlich unsichtbar an?
- Warum sprechen wir über mentale Gesundheit, aber so selten über Trauerkompetenz?
Je länger ich schreibe, desto mehr merke ich, dass hinter fast jedem Thema letztlich die gleichen Fragen stehen: Wie gehen wir mit Veränderung um? Wie gehen wir mit Verletzlichkeit um? Und wie schaffen wir es, trotz allem gesund und zufrieden weiterleben zu können?
Wie hast Du Dich gefühlt, als dein erster Artikel online ging?
Aufgeregt, unsicher und ehrlich gesagt auch ein bisschen verletzlich und angreifbar – denn schließlich sollte dieser erste Artikel über Lebensnarben als unsere inneren Tatoos von Novemer 2025 ja auch nicht nur einiges an Verständnis dafür schaffen, was sich hinter dem Begriff meiner Arbeit verbirgt, sondern auch etwas von meiner Haltung und meiner Mission transportieren.
Denn Schreiben ist für mich nie nur Informationsvermittlung, es ist immer auch ein Stück Selbstoffenbarung. Sobald man veröffentlicht, können Menschen zustimmen oder eben widersprechen. Oder auch gar nicht reagieren. Gerade bei sensiblen Themen, finde ich, braucht das Mut – auch etwas, was ich früher nicht unbedingt mit mir in Verbindung gebracht hätte, das „mutig sein“.
Welche Herausforderungen gab es in der Anfangszeit?
Die größte Herausforderung war nicht die Technik (erstaunlicher Weise für mich) und auch nicht das Schreiben, sondern tatsächlich die Sichtbarkeit, denn ich weiß, mit jedem veröffentlichten Text wird man ein Stück sichtbarer und Sichtbarkeit bedeutet immer auch bewertet werden zu können, missverstanden zu werden und sich angreifbar zu machen.
Das war für mich deutlich herausfordernder als jede technische Frage.
Gab es Momente, in denen Du ans Aufhören gedacht hast?
Nicht wirklich, aber es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe: Liest das überhaupt jemand? Interessiert das überhaupt jemanden, was ich hier so von mir gebe?
Gerade wenn man über Themen schreibt, die nicht unbedingt laut, trendig oder spektakulär sind, ist das schon eine Frage, die man sich stellt.
Aber da ich inzwischen auch regelmäßig meinen Newsletter „Pflastepost“ verschicke und darauf teilweise sogar sehr berührende Rückmeldungen von völlig fremden Menschen bekomme, weiss ich: Ja, all das wird gelesen und berührt Menschen viel mehr, als wir vielleicht manchmal denken.
Was hat Dich motiviert, dranzubleiben?
Die Rückmeldungen und der Support von Menschen, die an mich und meine Idee glauben. Und Rückmeldungen von völlig fremden Menschen, die mir beispielsweise geschrieben haben „Du hast wirklich in Worte gefasst, was ich selbst nicht ausdrücken konnte – ich habe Gänsehaut beim Lesen.“
Das sind die Momente, die mich weiterschreiben lassen.
Was hat Dir das Bloggen bisher gebracht – persönlich und beruflich?
Beruflich hat es Menschen auf mich aufmerksam gemacht, die mich sonst wahrscheinlich nie gefunden hätten. Persönlich hat es mir etwas anderes geschenkt: Immer mehr Klarheit.
Denn Schreiben zwingt mich dazu, Gedanken zu sortieren, Zusammenhänge zu erkennen und manchmal auch Dinge zu verstehen, die mir vorher selbst noch nicht bewusst waren.
Würdest Du Deinen Blog heute wieder starten?
Ja, ohne Zögern, vielleicht sogar viel früher. Denn es macht mir unglaublich viel Spaß und ich merke, dass mir diese Form und Möglichkeit ein bisschen was von meinem Inneren nach außen zu bringen, liegt und auch sehr viel gibt.
Welchen Rat würdest Du jemandem geben, der gerade mit dem Bloggen beginnen möchte?
Schreibe nicht das, von dem Du glaubst, dass andere es lesen wollen, schreibe das, was Du wirklich sagen möchtest. In Zeiten von KI, SEO und Konsorten gibt es hunderttausend Tipps und Vorgaben diesbezüglich. Aber ich glaube daran, dass, auch wenn es vielleicht länger dauert, die Menschen, die Deinen Blog brauchen, Dich am Ende des Tages aufgrund Deiner Echtheit finden werden.
Denn die Welt braucht nicht noch mehr austauschbare Inhalte. Was das erfordert ist Geduld – etwas woran ich selber dauernd arbeiten muss, denn ich stehe ja wie gesagt, auch noch am Anfang. Aber ich habe verstanden, dass Sichtbarkeit selten über Nacht entsteht und Vertrauen erst recht nicht.
Was macht Dir am Bloggen heute am meisten Freude?
Die Tiefe. Dass ein Blog Raum für Gedanken bietet, die auf anderen Plattformen oft keinen Platz finden und auch die Verbindungen, die daraus entstehen können. Denn auch wenn Schreiben zunächst eigentlich etwas sehr einsames ist, entsteht am Ende doch Resonanz durch andere Menschen und vor allem manchmal mit Menschen, denen ich wahrscheinlich ohne den Blog niemals begegnet wäre und die ich persönlich wahrscheinlich auch nie kennenlernen werde .
Letztlich ist dieser Blog aus demselben Grund entstanden wie meine Arbeit mit Lebensnarben, einfach weil ich fest daran glaube, dass wir manche Wege nicht alleine gehen müssen.
Wenn Du gerade mit einem Verlust, einer Trennung, einem Kontaktabbruch oder einem anderen Wendepunkt in Deinem Leben ringst und dir jemanden an Deiner Seite wünschst, der mit auf deine Geschichte schaut, dann bin ich gerne für Dich da.
Mehr über meine Begleitung findest du hier: https://lebensnarben.de/angebote/
P.S. Wenn Dich diese Gedanken hier berühren und Du darüber hinaus auch diese Gefühle kennst, für die im Alltag oft kein Platz ist, dann ist mein Newsletter „Pflasterpost“ genau richtig für Dich. Denn genau darüber schreibe ich regelmäßig immer montags, alle zwei Wochen: Über Krisen, Verletzlichkeit, Trauer, über leise Verluste, seelische Narben, innere Prozesse und alles Dazwischen. Eben über all das, was unter der Oberfläche liegt.
Nicht regelmäßig perfekt, aber regelmäßig ehrlich Es geht um Gedanken, die tiefer gehen, Perspektiven, die man nicht überall liest und Worte für das, was sonst keinen Namen hat.
Kein Spam. Kein Druck. Nur Dinge, die Dich in Deiner Situation ein bisschen begleiten können.
Trag Dich hier ein und lies gerne mit.





