Wir feiern jeden Anfang. Aber wer würdigt eigentlich unsere Abschiede?
Für alles Mögliche in unserem Leben nehmen wir uns Zeit und vor allem wissen wir ziemlich gut, wie wichtig es ist, Anfänge bewusst zu gestalten. Menschen willkommen zu heißen, Vorfreude zu teilen und gemeinsam etwas zu feiern. Darin sind wir inzwischen richtig gut und eine ganze Industrie lebt davon.
Doch was ist mit dem, was endet? Denn alles, was einmal so wunderbar begonnen hat, kann irgendwann zu Ende gehen. Manchmal ganz plötzlich, manchmal schleichend und manchmal, obwohl wir alles dafür getan haben, dass es bleibt – und hinter jedem dieser Ereignisse kann eine ganze Welt liegen.
Gemeinsame Erinnerungen, Pläne, die wir geschmiedet haben, Hoffnungen, in die wir investiert haben, Energie, die wir aufgebracht haben und Jahre unseres Lebens, die wir mit etwas oder jemandem verbunden haben.
Und dann ist es vorbei.
Oft wissen wir dann mit dem Kopf längst, dass etwas nicht mehr zu retten ist. Aber unser Inneres kommt nicht so schnell hinterher. Wir verstehen oft noch gar nicht, was da gerade zu Ende gegangen ist, denn wir vermissen nicht nur einen Menschen, eine Aufgabe oder einen Lebensabschnitt, sondern auch die Zukunft, die wir uns damit ausgemalt hatten.
Und trotzdem machen wir oft einfach weiter, als wäre nichts pasiert. Das Leben geht schließlich weiter. Ist doch nicht so schlimm, passiert halt und gehört zum Leben dazu. Ja, das tut es.
Aber nur weil etwas zum Leben dazugehört, heißt das nicht, dass es uns nicht wehtun darf. Und nur weil ein Abschied gesellschaftlich nicht als besonders tragisch gilt, bedeutet das nicht, dass er für den einzelnen Menschen nicht schmerzhaft ist.
Aber wo sind die hilfreichen Rituale für das, was endet?
Wir verlangen von uns selbst weiter zu funktionieren, uns zusammenreißen, nach vorne zu schauen und dankbar zu sein für das, was bleibt. Das ist wichtig, keine Frage. Aber diese Verluste können trotzdem tiefe Trauerprozesse auslösen, die einfach Zeit, Aufmerksamkeit und manchmal eben auch Begleitung brauchen.
Wenn wir diese Trauer immer wieder beiseiteschieben, verschwindet sie nicht automatisch. Manches wirkt lange nach. Manchmal wissen wir irgendwann selbst nicht mehr, warum uns bestimmte Situationen so nahegehen, warum wir an etwas festhalten oder warum ein scheinbar längst vergangenes Ereignis noch immer schmerzt.
Deshalb ist mit unseren Gefühlen nichts falsch und wir haben auch nichts falsch gemacht. Aber vielleicht haben wir nie wirklich Gelegenheit bekommen, uns von etwas zu verabschieden, das uns viel bedeutet hat.
Genau deshalb gibt es meinen Lebensnarben-Check
zu dem Du Dich ganz unten auf dieser Seite anmelden kannst.
Er lädt Dich dazu ein, einmal liebevoll auf Deine eigene Geschichte zu schauen. Auf die Erfahrungen, Verluste und Abschiede, die Dich geprägt haben. Auf das, was vielleicht längst vergangen scheint, aber noch immer in Dir nachwirkt.
Dabei geht es nicht darum, alte Wunden aufzureißen oder Dir einzureden, dass Du etwas aufarbeiten musst, sondern es geht darum, Dich ein bisschen besser zu verstehen.
Und dabei ist es total egal,
ob andere es doch auch so schaffen.
dass es ja schließlich schon Jahre her ist.
dass andere Menschen es nicht (mehr) verstehen.
dass es „doch jetzt auch irgendwann mal gut sein muss“.
Wir können uns auch Jahre später noch Zeit nehmen, etwas zu würdigen. Wir können Worte finden, die damals gefehlt haben. Wir können bewusst Abschied nehmen, Erinnerungen einen Platz geben und einen Übergang gestalten, für den es bisher keinen Rahmen gab.
Genau das möchte ich mit meinem Angebot an Abschiedsfeiern für Lebensereignisse ermöglichen. Weil nicht nur Anfänge gefeiert werden dürfen, sondern weil auch das, was endet, Bedeutung hat. Und weil wir nicht erst einen Menschen verlieren müssen, damit ein Abschied einen würdigen Platz in unserem Leben verdient – auch wenn ich das natürlich auch sehr gerne liebevoll gestalte.
Bei meinem Lebensnarben-Check geht es selbstverständlich nicht darum irgendeine Form von Bewertung oder Diagnose vorzunehmen, sondern darum, einmal genauer und liebevoll hinschauen zu können und herauszufinden:
Gibt es in meinem Leben etwas, das vielleicht noch einen bewussten Abschied braucht und auch verdient hat?
Und wenn Du einen Abschied bewusst gestalten möchtest – für Dich selbst, gemeinsam mit anderen oder auch als Geschenk für jemand anderes –, dann lass uns gerne sprechen.
Denn Abschied ist nicht einfach nur das Ende von etwas. Er ist auch die Möglichkeit, dem Vergangenen einen würdigen Platz zu geben und dem Kommenden anders zu begegnen.
Darauf darfst Du Dich freuen

Wie funktioniert’s
Wer hat das „Geschenk“ für Dich erstellt?
Hallo, ich bin Astrid.
und ich nenne mich gerne „Mentorin für Scheißzeiten“, denn ich bin zertifizierter systemischer Trauercoach und Trauer- und Verlustbegleiterin, geprüfte Trauerrednerin und Gründerin von Lebensnarben.
Ich begleite seit über 25 Jahren Menschen in Umbruchsituationen und angefangen hat das in der beruflichen Beratung. Die meisten Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, hatten in dieser Zeit nicht in erster Linie ein Zukunftsproblem – sie hatten eigentlich ein Abschiedsproblem, denn sie sollten bereits wissen, wie es weitergeht, obwohl sie innerlich noch damit beschäftigt waren, zu begreifen, was überhaupt verloren gegangen war.
Heute weiß ich: Das gilt nicht nur für berufliche Veränderungen. Das gilt für das ganze Leben, denn Trauer beginnt eben nicht erst mit einem Todesfall. Wir trauern um Beziehungen, um Gesundheit, um Lebenspläne, um Sicherheiten, um Rollen, um Menschen, die noch leben.
Genau deshalb und aus den Erfahrungen meiner eigenen Verluste ist aus meiner Arbeit irgendwann eine Herzensaufgabe geworden: Menschen dabei zu begleiten, Verlusten einen Platz zu geben, damit sie nicht das ganze Leben einnehmen und bestimmen müssen.


